Isla de Culebras

Die "Schlangeninsel" - Haltung und Nachzucht von Kornnattern
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Zamenis Situla (Leopardnatter)


Allgemeines:

Die Leopardnatter ist sicherlich die vom Erscheinungsbild schönste europäische Schlangenart. Im Terrarium wird sie noch recht selten gehalten, da die natürlichen Vorkommen streng geschützt sind und nur wenige Nachzuchten angeboten werden. Viele Exemplare sind recht scheu und reagieren auf den Versuch sie anzufassen mit Abwehrbissen. Die Leopardnatter ist als Anfängerschlange nicht geeignet!

Leopardnatter Leopardnatter


Natürlicher Lebensraum und Lebensweise:

Die natürlichen Vorkommen der Leopardnatter liegen von Südeuropa mit Griechenland (auch auf Kreta, auf den Sporaden und Kykladen), Italien, Malta, der Balkanhalbinsel bis zum Kaukasus und der Krimhalbinsel. Sie bewohnt trockenes, felsiges Gelände, Geröllhalden, Steinmauern aber auch niedrig bewachsenes, unzugängliches Gelände. Man trifft sie auch oft in der Nähe von menschlichen Siedlungen und Feldern an. Während sie in Griechenland noch recht häufig vorkommt, sind die Bestände in anderen Vebreitungsgebieten zum Teil gefährdet.
Die Leopardnatter zählt zu den Kletternattern und ist eine tagaktive Schlange. Ihre Aktivitätsphasen liegen häufig am Morgen und abends kurz vor dem Einsetzen der Dämmerung. Neben der gefleckten Form kommt in einigen Verbreitungsgebieten auch eine gestreifte Variante der Leopardnatter vor, deren Sattelflecken zu zwei parallelen, gezackten Linien verwachsen sind.


Größe und Lebenserwartung:

Leopardnattern bleiben recht klein und erreichen eine durchschnittliche Länge von etwa 70-90 cm. Einzelne Exemplare können auch größer werden. Die Lebenserwartung der Leopardnatter liegt im Terrarium nach unseren Informationen bei bis zu 20 Jahren.


Nahrung:

Die Nahrung der Leopardnatter besteht zu einem großen Teil aus kleinen Nagern wie Mäusen und jungen Ratten. Seltener frißt sie auch kleine Vögel oder Insekten. Im Terrarium werden Leopardnattern mit angemessen großen Mäusen in Abständen von etwa 6-14 Tagen gefüttert. Die Tiere sollten grundsätzlich immer einzeln gefüttert werden!


Haltung im Terrarium:

Die Größe des Terrariums orientiert sich an der Anzahl und Größe der gehaltenen Tiere. Für ein Pärchen sollte ein Tarrarium von mindestens 100cm x 50cm x 50cm zur Verfügung gestellt werden. Die Einrichtung orientiert sich am natürlichen Lebensraum der Leopardnatter und sollte reichlich Versteckmöglichkeiten in Form von Steinen, Höhlen oder Wurzeln bieten. Als Bodengrund eignet sich Kies oder Pinienrinde. Einige Kletteräste und ein Wassergefäß runden die Einrichtung ab. Die Temperatur von tagsüber 25-30°C wird über einen Wärmespot oder eine Heizmatte erreicht. Nachts kann die Temperatur auf 20-24°C sinken. Die Beleuchtungsdauer beträgt in den Sommermonaten 12-14 Stunden. Leopardnattern werden recht trocken gehalten, lediglich während der Häutungsperiode der Schlangen kann die Luftfeuchtigkeit durch Versprühen von Wasser erhöht werden.


Überwinterung:

In ihrem natürlichen Lebensraum legt die Leopardnatter eine recht lange Winterruhe von bis zu drei Monaten ein, die sie gut versteckt verbringt. Auch im Terrarium sollte der Schlange dieses natürliche Verhalten ermöglicht werden und ist für eine erfolgreiche Nachzucht von großer Bedeutung. Die Schlangen können, wenn die niedrigen Temperaturen von 5-10°C dauerhaft gewährleistet werden können, im Terrarium überwintert werden. Aber auch die Überwinterung in Holzkisten, gefüllt mit etwas ungedüngter Blumenerde und einer Laubschicht, in einem kühlen Raum ist möglich. Die Winterruhe sollte mindestens zwei Monate betragen. Die Temperatur und Beleuchtungsdauer wird dazu im Terrarium schrittweise über mehrere Wochen abgesenkt und mit Beendigung der Winterruhe wieder langsam erhöht. Etwa 14 Tage nach dem Ende der Winteruhe können die Schlangen wieder gefüttert werden.


Artenschutz:

Die Fauna-Flora-Habitat-Richtline der EU stellt Zamenis situla unter strengen Schutz. Hiervon sind bestimmte europäische Amphibien- und Reptilienarten betroffen. Der Natur entnommene Tiere dürfen nicht ohne Genehmigung gehalten werden. Die Tiere dürfen ohne Genehmigung der zuständigen Landesbehörde auch nicht an einen anderen Standort gebracht werden. Darüber hinaus besteht für Wildexemplare ein Schaustellungs- und Vermarktungsverbot. Eine Haltung ist bei Nachzuchttieren ohne Genehmigung zulässig, jedoch gegenüber der zuständigen Landesbehörde meldepflichtig. Auch Bestandsveränderungen, wie Zugänge oder Abgänge, sind sofort zu melden. Darüber hinaus kann die zuständige Landesbehörde verlangen, dass der rechtmäßige Erwerb der Tiere nachgewiesen wird. Es gilt hierbei der Grundsatz der freien Beweisführung. Deshalb sollten sämtliche Belege über den Erwerb aufgehoben werden: Einfuhrdokumente, Vorlagebescheinigungen, behördliche Meldebestätigungen und CITES-Bescheinigungen können als Nachweis dienen. Auch Bescheinigungen des Züchters/Verkäufers können als Nachweis herangezogen werden. Sie sollten, wie auch Kaufbelege, Schenkungs- oder Tauschbelege, möglichst viele eindeutige Angaben enthalten:

- Deutscher und wissenschaftlicher Artname
- Geburtsdatum
- Geschlecht des Tieres (wenn erkennbar)
- Name und Anschrift des Züchters
- Angaben zu den Aufzeichnungsdokumenten beim Züchter ("Zuchtbuch")
- Angaben zu den Elterntieren

Belege, die nur den Kauf eines Amphibiums/Reptils ausweisen oder nicht ausführlich genug erscheinen, sollten nicht akzeptiert werden. Sollten Behörden unzumutbare Forderungen für den Nachweis stellen, kann auch Widerspruch eingelegt werden. Schließlich ist es nicht möglich, jegliche Belege, die nicht von Behörden ausgestellt wurden, notariell bestätigen zu lassen.

(Vergleiche: Homepage der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde, www.dght.de)


Zur Zeit halten wir folgende Tiere:

1.0 Zamenis situla (gefleckt) NZ 05

Männliche Leopardnatter Männliche Leopardnatter



0.1 Zamenis situla (gestreift) NZ 06

Weibliche Leopardnatter Weibliche Leopardnatter



0.1 Zamenis situla (gefleckt) NZ 75

Männliche Leopardnatter Männliche Leopardnatter


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Letzte Aktualisierung:
13. Juni 2009
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