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Pantherophis Guttatus (Kornnatter)
Allgemeines:
Die Kornnatter zählt zu den beliebtesten Terrarientieren überhaupt,
da sie eine umgängliche und recht einfach zu haltende Schlangenart ist.
Deshalb eignet sich die Kornnatter auch gut als Anfängertier für
Terraristik-Neulinge. Kornnattern gehören zu den attraktivsten Schlangenarten und sind in den
verschiedensten Farbvarianten zu erhalten.
Natürlicher Lebensraum und Lebensweise:
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Kornnatter liegt im Südosten der USA. Am häufigsten kommt sie in den Bundesstaaten South Carolina, Georgia und Florida vor,
wobei sie recht unterschiedliche Klimazonen besiedelt. Kornnattern trifft man sowohl in subtropischen Regionen als auch unter gemäßigtem und winterkalten Klimabedingungen an.
Dabei besiedelt sie sowohl feuchte als auch trockene Lebensräume, wie Wälder, felsiges Hügelland oder auch Sumpfgebiete.
Als Kulturfolger ist sie auch häufig in der Nähe von menschlichen Siedlungen wie Feldern, Obstplantagen, Scheunen und anderen Gebäuden anzutreffen.
Die Kornnatter ist hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv und verbringt den Tag in der Regel gut versteckt in Baumhöhlen unter Steinen oder unter abgestorbenen Bäumen.
In den meisten Verbreitungsgebieten legt sie eine mehrmonatige Winteruhe ein, die sie gut versteckt und vor Kälte geschützt verbringt. In den südlichen Verbreitungsgebieten ist sie auch ganzjährig aktiv.
Größe und Lebenserwartung:
Kornnattern erreichen durchschnittlich eine Körperlänge von 100-130 cm, können aber auch größer werden. Unser größtes Tier ist aktuell etwas länger als 130 cm.
Im Terrarium können Kornnattern ein Alter von mehr als 20 Jahren erreichen.
Nahrung:
In ihrem natürlichen Lebensraum ernähren sich Kornnattern von Nagern, Vögeln, Echsen und Fröschen.
Im Terrarium erfolgt die Fütterung mit Mäusen, kleinen Ratten oder Eintagesküken. Schlüpflinge und Jungtiere werden in der Regel alle 5-10 Tage mit angemessen großen Futtertieren
gefüttert. Mit zunhemendem Alter sollten die Futterintervalle größer gewählt werden; bei einer adulten Kornnatter können zwischen zwei Fütterungen auch mehr
als 14 Tage liegen. Um zu vermeiden, dass sich zwei Schlangen in eine Maus verbeissen, sollten sie grundsätzlich einzeln gefüttert werden.
Haltung im Terrarium:
Die Terrariengröße sollte sich grundsätzlich an der Größe und Anzahl der gehaltenen Tiere orientieren. Dabei sollte es den Tieren zumindest möglich sein, sich
einmal mit der gesamten Körperlänge im Terrarium auszustrecken. Da Kornnattern zu den Kletternattern zählen, ist es sinnvoll ein Terrarium zur Verfügung zu stellen, das
mindestens so hoch wie lang ist, um den Schlangen ausreichend Klettermöglichkeiten in Form von Kletterästen sowie strukturierten Rüchwänden anbieten zu können.
Wir halten unsere Zuchtgruppen von einem Männchen und ein bis zwei Weibchen in selbstgebauten Holzterrarien von 110cm x 60cm x 130 cm (Länge x Tiefe x Höhe).
Zur Einrichtung eines Terrariums gehören neben Klettermöglichkeiten und Rückwand ein angemessener Bodengrund (z.B. Holzspäne, Pinienrinde, kein Rindenmulch aus dem Baumarkt!),
einige echte oder künstliche Pflanzen, Versteckmöglichkeiten (Korkstücke), ein Wassernapf, Wärmespots zur Beleuchtung und Temperierung des Terrariums sowie ein Thermo- und
Hygrometer zur Kontrolle der Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Die Temperatur sollte tagsüber zwischen 25 und 29° C (örtlich auch darüber) und nachts zwischen 18 und 22°C liegen, wobei unterschiedliche Temperaturzonen eingerichtet werden sollten, damit die Tiere sowohl wärmere als auch kühlere
Plätze aufsuchen können. Die Luftfeuchtigkeit liegt in der Regel bei 50-70% und kann z.B. während der Häutung der Schlangen durch leichtes Besprühen mit Wasser erhöht werden. Die Beleuchtungsdauer beträgt
in unseren Terrarien während der Sommermonate 12 Stunden. Terrarien sollten absolut ausbruchsicher sein, da Kornnattern (gerade Jungtiere) Ausbruchskünstler sind und sich durch den kleinsten Spalt zwängen können.
Überwinterung:
Da es dem natürlichen Verhalten der Kornnatter entspricht in den Wintermonaten eine mehrwöchige Winterruhe einzulegen, sollte man den Tieren diese Möglichkeit unter Terrarienbedingungen ebenfalls geben.
Die Winteruhe ist zusätzlich auch der Auslöser für das Paarungsverhalten der Tiere im Frühjahr und für die Nachzucht unerlässlich.
Um die Schlangen überwintern zu können, stellen wir ab etwa Ende Oktober die Fütterung der Kornnattern vollständig ein. Grundsätzlich sollten nur Tiere überwintert werden, die ihren Darm vollständig
entleert haben und die in einer angemessenen körperlichen Verfassung sind. Bei unseren Nachzuchten verzichten wir im ersten Lebensjahr auf eine Überwinterung. Um die Tiere auf die Überwinterung vorzubereiten, wird die Beleuchtungsdauer
und Temperatur im Terrarium stufenweise, über mehrere Wochen, abgesenkt bis sie schließlich vollständig ausgeschaltet wird.
Die Überwinterung kann grundsätzlich im Terrarium erfolgen, wenn die niedrigen Temperaturen von 8-14°C dauerhaft gewährleistet werden können. Wir überwintern unsere Tiere in seperaten Holzkisten oder leeren Terrarien
in einem kalten Raum. In den Kisten befinden sich einige Zentimeter ungedüngte, leicht angefeuchtete Blumenerde, eine Schicht Laub sowie ein Stück Korkrinde als Versteckmöglichkeit. Auch während der Überwinterung muss ein Gefäß mit Wasser
zur Verfügung gestellt werden, damit die Tiere trinken können. Wir halten eine Winterruhe von etwa sechs Wochen für ausreichend. Mit Beendigung der Winterruhe wird die Beleuchtungsdauer im Terrarium wieder stufenweise erhöht, bis die ursprünglichen
Bedingungen erreicht werden. Eine erste Fütterung kann etwa zwei Wochen nach Ende der Winterruhe erfolgen und sollte nicht zu üppig ausfallen.
Zur Zeit halten wir folgende Tiere:
0.1 Wildfarben NZ 02
1.0 Wildfarben NZ 03
0.1 Okeetee NZ 03
0.1 Okeetee NZ 05
1.0 Amelanistic NZ 03
0.1 Amelanistic Striped NZ 04
1.0 Hypomelanistic NZ 03
0.1 Anerythristic NZ 03
0.1 Creamsicle NZ 05
0.1 Ghost NZ 05
1.0 Creamsicle NZ 06
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