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Pantherophis Emoryi (Präriekornnatter)
Allgemeines:
Die Präriekornnatter eignet sich ähnlich wie die Kornnatter hervorragend zur Haltung im Terrarium und ist recht pflegeleicht. Zwar sind Präriekornnattern unauffälliger
gefärbt, jedoch sind sie durch ihre von Tier zu Tier variierende Grundfärbung von grauen, braunen über goldbraunen bis hin zu olivbraunen Farbtönen äußerst attraktiv.
Natürlicher Lebensraum und Lebensweise:
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Pantherophis Emoryi erstreckt sich von den südlichen USA mit Texas, New Mexico, Colorado, Nebraska, Missouri und Arkansas bis in die angrenzenden
mexikanischen Bundesstaaten südlich der amerikanisch-mexikanischen Landesgrenze.
Ähnlich wie die Kornnatter ist auch die Präriekornnatter überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und besiedelt neben Prärien und Weideflächen auch Uferzonen, Auen, Dornbuschzonen
sowie felsiges Gelände und Wälder. Man trifft sie ebenfalls am Rande von Wüstengebieten und in bergigem Gelände bis auf 1900 m über NN an. Sie nutzt ähnlich wie die Kornnatter alte Bäme,
verfallene Gebäude, Höhlen und Felsspalten als Versteck und überwintert in diesen auch die kältere Jahreszeit. Die Präriekornnatter kann ebenfalls gut klettern.
Größe und Lebenserwartung:
Präriekornnattern haben einen etwas kräftigeren Körperbau als Kornnattern, bleiben jedoch mit einer durchschnittlichen Körperlänge von 90-110 cm etwas kleiner. Die Lebenserwartung der Tiere liegt im Terrarium ebenfalls bei etwa 20 Jahren.
Nahrung:
Das Nahrungsspektrum der Präriekornnatter umfaßt in der Natur wie bei der Kornnatter verschiedene Nager, Vögel und Amphibien. Jedoch werden in der Regel Nagetiere als Nahrung bevorzugt.
Im Terrarium erfolgt die Fütterung mit angemessen großen Mäusen oder kleinen Ratten im Abstand von 6-14 Tagen.
Haltung im Terrarium:
Auch bei der Präriekornnatter orientiert sich die Größe des Terrariums an der Größe und Anzahl der gehaltenen Tiere. Zwei erwachsenen Tieren sollte ein Terrarium mit den Mindestabmessungen von 100cm x 50cm x 100cm (Länge x Tiefe x Höhe)
zur Verfügung gestellt werden. Dabei muss das Terrarium nicht so hoch sein wie bei Kornnattern, da Präriekornnattern gewöhnlich nicht so häufig klettern.
Zur Einrichtung des Terrariums gehören einige Versteckmöglichkeiten in Form von Korkrinden oder künstlichen Felsen, Klettermöglichkeiten in Form von Ästen, eine strukturierte Rückwand, ein Gefäß mit Wasser und evtl. echte oder künstliche Pflanzen.
Als Bodengrund eignen sich Buchenholzspäne oder Pinienrinde. Die Beleuchtung und Temperierung erfolgt über ein bis zwei Wärmespots. Tagsüber sollte die Temperatur zwischen 25 und 29°C liegen und nachts kann sie auf 18-22°C sinken. In unseren Terrarien
liegt die Beleuchtungsdauer in den Sommermonaten bei 12 Stunden und wird über eine Zeitschaltuhr geregelt.
Die Luftfeuchtigkeit sollte in der Regel etwa 50-70% betragen und kann gegebenenfalls durch Versprühen von etwas Wasser erhöht werden, um den Schlangen z.B. die Häutung zu erleichtern. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sollten regelmäßig über ein im Terrarium
angebrachtes Thermo- und Hygrometer kontrolliert werden.
Überwinterung:
Um den Tieren ein natürliches Verhalten zu ermöglichen, sollten auch Präriekornnattern in der kalten Jahreszeit für mindestens sechs Wochen kühl überwintert werden. Die Überwinterung ist zusätzlich Auslöser für das Paarungsverhalten
im Frühjahr und ist absolut empfehlenswert, wenn erfolgreich nachgezüchtet werden soll. Dazu wird die Fütterung im Spätherbst vollständig eingestellt und die Beleuchtungsdauer
im Terrarium stufenweise zurückgefahren und schließlich ganz abgestellt, um den Jahreszeitenwechsel zu simulieren. Wenn die dauerhaft niedrigeren Temperaturen von 8-14°C in der Wohnung nicht gewährleistet werden können, erfolgt die Überwinterung in einem kalten (Keller-)raum
in einem seperaten Terrarium oder in einer Holzkiste. Wir überwintern unsere Tiere in Holzkisten, die mit einigen Zentimetern ungedüngter Blumenerde, einer Schicht Laub und einem Stück Korkrinde eingerichtet werden. Ein Gefäß mit Wasser muss auch während der Winterruhe
zur Verfügung gestellt werden, damit die Tiere trinken können. Mit Beendigung der Winterruhe wird die Beleuchtungsdauer schrittweise über mehrere Wochen erhöht, bis die ursprünglichen Bedingungen im Terrarium wiederhergestellt sind. Etwa zwei Wochen nach dem Ende der Überwinterung können die Schlangen
wieder mit kleineren Futtertieren gefüttert werden.
Zur Zeit halten wir folgende Tiere:
1.0 P. Emoryi NZ 00
0.1 P. Emoryi Wildfang USA 04
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